Pat und Patachon ausgesetzt

Kaninchen männlich kastriert geb: 01.2019

Kategorie:
   

Beschreibung des Tieres

15.03.2022

  • Rasse: Kaninchen
  • Geschlecht: männlich, kastriert
  • Farbe: tricolor
  • geb: 01.2019
  • Haltung:
  • Fundort: vor Tierheim Tür

Wieder einmal stand eine Transportbox vor unserer Tierheimtür, in ihr saßen zwei verängstigte Kaninchen.  Als wir sie herausholten, um sie näher anzuschauen, waren wir geschockt. Beide waren voller Kot, die Krallen viel zu lang und die Zähne so lang und krumm, dass es ihnen kaum noch möglich war Nahrung aufzunehmen. Aus den Nasenlöchern floss bereits der Eiter heraus. Leider konnten wir den Beiden weiteren Stress nicht ersparen, wir befreiten sie vom Kot und den verfilzten Stellen und schnitten ihnen die Krallen. Anschließend wurden sie zum Tierarzt gefahren. Dort wurden sie untersucht und ihnen am nächsten Tag unter Narkose die Zähne gekürzt.

Den beiden ging es so schlecht, dass wir nicht wussten, ob sie die ersten Tage überlebten. Mittlerweile haben sie sich etwas erholt, aber sie sind noch immer nicht über den Berg. Die Zähne müssen nachgeschliffen werden und die Behandlung wegen der Vereiterung und Schnupfen wird noch eine Weile andauern.

Wir wissen nicht, aus welchem Grund diese beiden Tiere angeschafft wurden, meistens wollen die Eltern ihren Kindern eine Freude bereiten. Es ist ja auch wichtig, dass Kinder den Umgang mit Tieren lernen, aber wenn diese kein Interesse mehr zeigen, werden die Tiere schnell überflüssig und dann stehen die Eltern in der Verantwortung für diese Tiere. Es ist sehr traurig, wenn sich dann niemand mehr um die vierbeinigen Freunde kümmert und die Tiere einfach so ihrem Schicksal überlassen werden.

Es ist unvorstellbar, was für ein Martyrium die Beiden erleben mussten. Diese ganze Prozedur und vor allem die Schmerzen, hätte man den Beiden ersparen können, wenn der Besitzer frühzeitig zu einem Tierarzt gefahren wäre. Sie in einem solch schlechten Zustand auszusetzen ist wirklich sehr verantwortungslos. In wenigen Tagen wären sie jämmerlich verhungert und dass obendrein noch unter stärksten Schmerzen.

Das traurige an dieser ganzen Sache ist, dass es immer wieder solche Menschen gibt, die sich den Tieren gegenüber so verhalten, somit unnötiges Leid verursachen und obendrein die dadurch entstehenden Kosten dem Tierheim aufbürden.

Update 14.06.: Patachon hat es leider nicht geschafft! Es macht uns sehr traurig, dass er heute über die Regenbogenbrücke laufen musste.

Wer uns und damit den Tieren in diesem oder ähnlichen Fällen helfen möchte, kann dies gerne mit einer Spende tun.

Tierheim Fulda-Hünfeld
Sparkasse Fulda
IBAN: DE54 5305 0180 0000 017763
BIC:   HELADEF1FDS

Wir sind wie immer für jede Unterstützung dankbar.

Herzlichen Dank

Ihr/Euer Tierheim-Team