Allgemeine Informationen rund um's Tier
 
>Infektionskrankheiten bei Katzen- FIP, FIV und Leukose

> Ferienzeit ist Reisezeit
...was tun, wenn die Tiere während des Urlaubs zu Hause bleiben müssen?
> Kinder und Tiere
> Tiere allein im Auto
> Vierbeiner im Winter
> Überlegungen, bevor man sich einen Welpen zulegt
> Blindes Tier? Und wenn schon...

 

Infektionskrankheiten bei Katzen- FIP, FIV und Leukose 


 

Einige Faktoren begünstigen den Ausbruch von solchen Krankheiten, sorgen sie dafür, dass:

-nicht zu viele Katzen auf engem Raum leben (Stress)

-Haltung und Pflege optimal sind

-ein krankes Tier isoliert von gesunden gehalten wird

-Ist eine Wohnungskatze an einer Viruserkrankung gestorben, muss man die Wohnung (Polster, Teppichböden, Lieblingsplätze der Katze) gründlich reinigen und anschließend desinfizieren.

-Bevor eine neue Katze einzieht, sollte man mindestens 3-4 Wochen warten,  erst dann ist die Ansteckungsgefahr gebannt.

Was verstehen wir unter dem Begriff Viruserkrankungen, wie FIP- FIV und Leukose?

FIP: (Feline Infektiöse Peritonitis)

Ein Coronarvirus ruft diese Krankheit hervor. Obwohl die weitaus überwiegende Anzahl aller Katzen von einer solchen Infektion betroffen ist, erkranken und sterben nur wenige Katzen an FIP. Zwischen der Ansteckung (Infektion) und dem Ausbruch der Krankheit (erste Symptome) kann eine Zeitspanne von Wochen, Monaten oder Jahren liegen. Der Ausbruch dieser Krankheit beginnt schleichend und führt im typischen Fall zu einer Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum (Ascitis) der Katze. Weiter Symptome sind: Fieber, Abmagern, Durchfall, Erbrechen, Atembeschwerden, dicker Bauch, Futterverweigerung, Apathie.

Ist eine Krankheit ausgebrochen, können anfangs lediglich die Beschwerden mit Medikamenten gelindert werden, in der Regel schreitet die Krankheit ständig weiter fort und endet (fast) immer tödlich. Entwickelt sich die Krankheit so weit, dass die Katze erheblich leidet (z.b. unter Atemnot) oder völlig apathisch wird, sollte man sie schmerzlos einschläfern lassen.

FIV: Katzenaids (Feline Immundefizienz- Virus)

Es ist dem menschlichen  Aids-Virus sehr nahe verwandt und gehört zu den Retroviren. Eine Übertragung des Virus von der Katze auf den Menschen kann nach heutigen Erkenntnissen ausgeschlossen werden. Viele betroffene Katzen leiden zunächst unter den Symptomen des Katzenschnupfens wie Niesen, Nasenfluss und Bindehautentzündung. Weiter Symptome sind: Augentränen, Husten, Speicheln, Futterverweigerung, Austrocknung, Atemnot, Apathie. Das Virus wird von Katze zu Katze über Speichel und Blut, wohl hauptsächlich durch Biss übertragen. Das Virus vermehrt sich in den Immunzellen der infizierten Katzen und zerstört die Zellen. Dadurch können sich Viren, Bakterien oder Parasiten ungehindert entwickeln und die verschiedensten Krankheiten hervorrufen. Viele chronische Infektionen unterschiedlicher Organsysteme, z.B. auch  chronische Zahnfleischentzündungen, können ausgelöst werden. Bei erkrankten Tieren werden die Folgekrankheiten behandelt, um so das Befinden der Katzen zeitweilig zu verbessern. 

Leukose: (FeLV-Virus  Felines Leukosevirus)

Leukose ist eine tumorartige Erkrankung des blutbildenden und lymphatischen Gewebes. Es wird in der Regel durch das FeLV- Virus  ausgelöst. Infizieren können sich Katzen durch engen Körperkontakt mit Artgenossen ( Bisse, Lecken, Deckakt). Das Virus kann auch schon in der Gebärmutter einer trächtigen Katze auf die ungeborenen Kätzchen übergehen. Nicht alle Katzen, die infiziert sind, erkranken an Leukose. Die körpereigene Abwehrkraft von Katzen mit einer guten Konstitution ist häufig in der Lage, das Virus abzutöten. Bricht die Leukose aber aus, kann sie in vielfältiger Weise in Erscheinung treten. Zunächst entstehen Knochenmarksschäden, die sich oft in Veränderungen des Blutbildes und Anämie zeigen. Schließlich können Tumore, Nervenschäden und Fruchtbarkeitsstörungen auftreten. Betroffene Katzen werden auffälliger für andere Infektionen. Manche Katzen beherbergen die Viren lange Zeit in ihrem Blut und können die Infektion weitergeben, ohne selbst Krankheitszeichen zu entwickeln. Symptome können sein. Fieber, abmagern, geschwollene Lymphknoten, Appetitmangel, Durchfall, vermehrter Durst, Schleimhautblässe, Umfangsvermehrung, Atembeschwerden. Bei Verdacht sollten sie sofort zum Tierarzt.

Seit einigen Jahren gibt es Impfstoffe gegen Leukose. Allerdings sollte in der Regel vor der 1. Impfung ein Test erfolgen, um festzustellen ob die Katze nicht schon mit Leukoseviren befallen ist. Für den Menschen besteht keine Ansteckungsgefahr durch das Tier.

(Quellnachweis: (GU Tier- Ratgeber)

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Ferienzeit ist Reisezeit


...was tun, wenn die Tiere während des Urlaubs zu Hause bleiben müssen?
Ferienzeit ist Reisezeit.......Was tun wenn Tiere im Urlaub daheim bleiben müssen? Machen Sie sich schon bei der Buchung Gedanken darüber, wo ihr Tier während des Urlaubes bleiben kann. Eine Last-Minute-Unterbringung bringt meistens Probleme mit sich und klappt nur selten.

Für Tiere bedeuten Flüge oder lange Autofahrten Stress. Deshalb ist es häufig besser, sie daheim in ihrer gewohnten Umgebung zu lassen. Wenn sie allerdings keinen Babysitter für zu Hause finden, müssen die Tiere bei einem Nachbarn, bei Freunden oder in einer Tierpension untergebracht werden.

Damit die Urlaubszeit für die Tiere nicht zu einem erschreckenden Erlebnis wird, sollten Sie einige Dinge beachten.

? Bei Hunden und Katzen, die es gewohnt sind über längere Zeit auch mal alleine zu bleiben, kann die Urlaubspflege ein Freund oder der Nachbar übernehmen. Dieser sollte dann aber auch mehrmals täglich nach dem Tier sehen. Am besten macht man das Tier vor dem Urlaub mit seinem Betreuer bekannt. Bei Hunden wäre auch ein Probespaziergang sinnvoll, um zu schauen ob der Betreuer mit dem Vierbeiner zu Recht kommt. Außer der Fütterung und dem Spaziergang sollte sich der Betreuer auch Zeit für regelmäßige Streicheleinheiten nehmen. Denn diese sind ganz besonders wichtig, da manche Hunde oder Katzen depressiv werden, wenn sie sich alleine gelassen fühlen.

? Wem die Vorstellung nicht gefällt, jemand anderen in seinen eigenen vier Wänden zu lassen, kann seine Tiere auch bei einem Betreuer (Nachbar, Freund) für die Urlaubszeit in Pflege geben. Das Tier sollte dann möglichst viele vertraute Gegenstände mitnehmen dürfen, wie etwa die Schmusedecke, Futternapf, Spielzeug oder ein Kleidungsstück, welches nach Herrchen oder Frauchen riecht. Wenn ein Vogel im Urlaub bei einem Betreuer abgegeben wird, so muss nach einem passenden Standort für den Käfig geschaut werden und sie sollten vorher abklären ob dort ein Freiflug gewährleistet ist. Es ist auch wichtig vorher abzuklären, welche Pflanzen für ihr Tier giftig sein könnten.

? Müssen Sie ihr Tier in eine Pension oder in einem Tierheim unterbringen, sollten sie sich rechtzeitig darum kümmern. Schauen sie sich ruhig mehrere Pensionen an. Sie sollten darauf achten wie die Tiere untergebracht werden. Die Unterkünfte sollten sauber sein. Fahren sie ruhig auch einmal unangemeldet vorbei. Achten sie darauf ob das Pflegepersonal nach den Impfungen des Tieres fragt und fragen sie nach dem Sachkundenachweis. Diesen braucht jeder, der professionell Tiere betreut.

? Damit das Tier während der Urlaubsbetreuung nicht zunimmt oder erkrankt, so ist ein Merkzettel für den Betreuer sehr hilfreich. Auf ihm sollte genau stehen, was und wie viel das Tier zu fressen bekommt. Auch die Menge an Leckerlies, welche er verteilen darf. Welches Medikament ihr Tier täglich benötigt. Außerdem sollten sie dem Betreuer die Impfpässe, sowie Telefonnummer und Adresse des Tierarztes aushändigen. Auch ihre Urlaubsadresse oder Telefonnummer sollte nicht fehlen, damit sie in einem Problemfall jederzeit zu erreichen sind.

Infos:
Eine Aktion für Urlauber hält der Tierschutzbund mit der Aktion“ Nimmst du mein Tier, nehme ich deins“ bereit. Dabei werden Urlaubsadressen für Tiere vermittelt. Doch auch wer selbst kein Tier aufnehmen kann, bekommt einen Kontakt empfohlen, sagt Thomas Schröder vom Deutschen Tierschutzbund. Vermittelt würden aber nur gängige Tiere wie Hunde, Katzen oder Kaninchen. Die Broschüre“ Tiere und Urlaub“ ist kostenlos erhältlich beim Deutschen Tierschutzbund, Baumschulallee 15, 53115 Bonn, Tel.( 0228) 6049627, Internet: www.tierschutzbund.de Beratung: Die Aktion Tier berät unter der Nummer ( 01805) 843744 über die Tier-Unterbringung in den Ferien
 
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Kinder und Tiere


 

„Ich bin mit Tieren aufgewachsen." Diesen Satz werden Sie häufig hören, wenn Sie besonders ausgeglichene, sozial engagierte Menschen ansprechen. Tiere sind oft die treuesten Kinderfreunde, wenn Sie als Eltern ein paar kleine „Freundschaftsregeln" aufstellen.
Lassen Sie sich bei der Auswahl eines Haustieres nicht davon leiten, wie niedlich ein Tier im Fernsehen, im Tierheim oder in der Tierhandlung aussieht. Je mehr Sie sich im Vorfeld über die Bedürfnisse eines Tieres informieren, um so ernster ist auch Ihr Kind bei der Sache.
Manche Menschen sehen Haustiere als wandelnde Keimschleudern – und denken mit Grauen daran, was ihre Kinder sich „alles wegholen können". Dabei sind Kinder selbst beim Spielen auch nicht gerade zimperlich und so mancher Dreck kurbelt das Immunsystem erst so richtig an.
Kinder brauchen Grenzen und überschaubare Regeln, heute mehr denn je. Durch den Umgang mit Tieren lernen sie meistens genau das. Manchmal brauchen die Tiere allerdings ein wenig „Hilfestellung" durch die Eltern.

Was Kinder nicht dürfen:
-Tiere wie Spielzeug behandeln
-Tiere beim Essen oder Schlafen stören
-Tieren weh tun, sie verletzen
-Tiere immer wieder herumscheuchen
-Bei Hunden: Fortwährend an der Leine zerren
-Tiere in Behälter einsperren

Wichtig bei all diesen Reaktionen ist für die Eltern die Einschätzung der Situation: Hilfreich ist es dabei, sich vorzustellen, dass das Kind kein Tier, sondern einen gleichartigen menschlichen Spielkameraden vor sich hat. Dann wird rasch deutlich, ob das Kind das Tier als „niederes" Wesen einschätzt, mit dem es machen kann, was es will oder ob es ab und an einen Streit anzettelt, weil es seine Kräfte messen und seine Grenzen ausloten möchte, so wie es das auch mit seinen Kameraden in der Krabbelgruppe oder im Kindergarten tun würde.In letzterem Fall reguliert sich die Situation durch die Reaktion des Tieres meist rasch von allein. Eltern sollten aber in beiden Fällen dem Geschehen nicht tatenlos zusehen.

Wie reagieren Eltern richtig?
Zeigen Sie bei Fehlverhalten Ihres Kindes deutlich Ihren Ärger: Hat Ihr Kind den Hund gekniffen? Dann machen Sie ihm klar, dass bei Ihnen in der Familie nicht gekniffen wird, warum auch immer!
Reden Sie mit dem Kind über das, was passiert ist: Meistens stellt sich heraus, dass das Kind das Tier als gleichwertigen Partner ansieht. Machen Sie ihm dann behutsam klar, dass das Tier nicht jeden Zusammenhang begreift, z.B. manche Besitzverhältnisse oder verspätete Strafen.
Stempeln Sie das Tier bei einer Auseinandersetzung nicht automatisch zum Sündenbock: Lassen Sie sich die Situation genau beschreiben. Hat das Kind das Tier erschreckt oder geärgert ("Ich hab gar nichts gemacht, bloß mal am Schwanz gezogen..."), dann sollten Sie auf Konsequenzen verzichten.

Lernen Sie die Sprache der Tiere: Dann können Sie auch Ihrem Kind beibringen, dass das Verhalten eines Tieres zu respektieren ist. Denn ein gesundes Tier warnt, bevor es sich wehrt. Diese Warnungen sollten Sie nicht als Gefahr missdeuten.
Greifen Sie sofort ein, wenn Sie eine „brenzlige" Situation bemerken: Knurrt der Hund ein Kleinkind an, kann dieses die Warnung noch nicht deuten. Entfernen Sie es ohne Hektik aus der Nähe des Hundes. Bei Katzen reicht es nicht, dem Kind nur beizubringen, dass es ihnen nicht weh tun darf. Es muss lernen, dass diese Tiere einen viel größeren Freiraum brauchen als Hunde und diesen auch verteidigen. Ein Hund, der knurrt, wird oft als gefährlich und unberechenbar eingestuft, obwohl er nur zuverlässig klar macht, dass er seine Ruhe will. Die Katze, die „plötzlich gekratzt" hat, gibt lange vorher Warnzeichen – Sie haben sie bloß nicht erkannt. Es lohnt sich, die Sprache der Tiere zu lernen.

 
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Lassen Sie Ihren Hund niemals in der Sommerhitze im parkenden Auto.



 

Hitzschlag

 

 


Da Hunde ihren Körper durch Hecheln und nicht durch Schwitzen abkühlen, besteht das Risiko für einen Hitzschlag schon nach wenigen Minuten starker Überhitzung. Übermässiges Hecheln kann zusätzlich auch eine Reihe von Stoffwechselproblemen zur Folge haben, die ohne entsprechende Behandlung zum Kreislaufzusammenbruch führen und sogar lebensbedrohlich sein können.

Wo Hunde besonders gefährdet sind

Bei heissem Wetter können Hunde leicht einen Hitzschlag erleiden. Dabei sind Hunde mit langem oder schwarzem Fell besonders empfindlich. Rassen mit verkürztem Fang, wie der Mops oder der Pekinese sowie übergewichtige Hunde oder Hunde mit Herzleiden sind ebenfalls einem höheren Risiko ausgesetzt. Nicht nur bei sehr hohen Temperaturen, sondern auch nach grossen körperlichen Anstrengungen ist ein Hitzschlag möglich. Der bei weitem häufigste Grund für einen Hitzschlag ist allerdings das Zurücklassen von Hunden in geparkten Autos an warmen Tagen.

Das Auto wird zum Backofen!

Die meisten Menschen sind sich gar nicht bewusst, wie schnell die Temperatur in einem Fahrzeug bei sonnigem Wetter ansteigen kann. Die Karosserie heizt sich in der Sonne sehr schnell auf und wird so zu einer Art Backofen. Geschlossene Fenster begünstigen dies gleich doppelt: Sie lassen die Sonnenstrahlen ins Innere des Fahrzeugs, jedoch nicht wieder hinaus („Treibhaus-Effekt"). Ausserdem verhindern sie das Einströmen frischer Luft und damit jegliche Abkühlung.

Bei warmem Wetter und hoher Luftfeuchtigkeit kann die Temperatur in einem direkt in der Sonne geparkten Fahrzeug bei geschlossenen Fenstern um mehr als 1°C pro Minute ansteigen. Unter diesen Umständen kann die Temperatur für Tiere, die in einem Auto eingesperrt sind, innerhalb sehr kurzer Zeit unerträglich werden. Die Erwärmung des Fahrzeugs verläuft etwas langsamer, wenn der Himmel bewölkt ist, der Wagen im Schatten geparkt wird und die Fenster geöffnet sind. Dennoch bleibt der Aufenthalt im Auto bei warmem Wetter für Ihren Hund ein Risiko. Auch während der Fahrt ist eine gute Luftzirkulation unerlässlich, besonders wenn der Hund zwischen Rücksitz und Heckscheibe mitfährt.

Was können Sie im Notfall tun?

Ein Hund, der einen Hitzschlag erlitten hat, ist sehr schwach, vielleicht sogar bewusstlos und atmet schwer. Sein Zahnfleisch kann stark gerötet sein, und seine Körpertemperatur ist extrem erhöht. Befindet sich ein Hund in diesem Zustand, handelt es sich um einen Notfall, der die sofortige Behandlung durch einen Tierarzt erforderlich macht. Gleichzeitig sollte umgehend versucht werden, die Körpertemperatur des Tieres zu senken.

Sie können das Leben Ihres Hundes retten, wenn Sie ihn im Falle eines Hitzschlags vorsichtig abkühlen, zum Beispiel durch Bespritzen mit Wasser oder durch Auflegen feuchter Tücher. Sollte dies nicht möglich sein, können Sie ersatzweise Eis oder gefrorene Lebensmittel auf den Körper des Tieres legen. Diese sollte man jedoch zunächst in ein Handtuch oder einen Lappen einwickeln, um Hautverletzungen zu vermeiden. Ihr schnelles und überlegtes Handeln kann über Leben und Tod Ihres Hundes entscheiden. Nachdem Sie Erste Hilfe geleistet haben, müssen Sie ihn umgehend in eine Tierarztpraxis bringen. Versuchen Sie nicht lange, das Problem ohne fremde Hilfe zu lösen. Während der Fahrt zum Tierarzt können Sie noch weitere Eispakete auflegen. Achten Sie aber darauf, dass der Körper nicht zu stark abkühlt.

Vorsichtsmaßnahmen

Aufgrund der Risiken bei Hitze im geparkten Auto ist es sicherer, wenn Sie Ihren Vierbeiner zu Hause lassen. Dort wird er sich auch viel wohler fühlen. Falls es sich nicht vermeiden lässt, den Hund für kurze Zeit im Wagen warten zu lassen, beherzigen Sie die folgenden Vorsichtsmassnahmen:

Parken Sie im Schatten, und legen Sie ausserdem ein Handtuch , eine Decke oder eine Sonnenschutzmatte über die Windschutzscheibe bzw. über die der Sonne zugewandten Fensterscheiben.

Lassen Sie immer die Fenster geöffnet, damit für eine ausreichende Belüftung des Fahrzeugs gesorgt ist. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Hund nicht aus dem Auto springen kann. In ein geöffnetes Fenster sollten Sie ein Belüftungsgitter einpassen. So kann zwar die Luft zirkulieren, der Hund das Auto aber nicht verlassen.

Stellen Sie eine mit Trinkwasser gefüllte Schale ins Auto, so dass Ihr Hund mit ausreichend Flüssigkeit versorgt ist.

Lassen Sie den Hund nie länger als 10 Minuten allein
 
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Vierbeiner im Winter



 

 

 


Bei Minusgraden sind Hunde- und Katzenpfoten besonders anfällig. Eine zusätzliche Pflege vor und nach dem Winterspaziergang ist notwendig, damit Vierbeiner gesund und munter durch die Eiszeit kommen.

Schnee zum fressen gern
Hunde und Katzen haben Schnee im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern. Doch ist das eine Hauptursache für Erkrankungen im Winter. Deshalb sollte man möglichst verhindern, dass die Vierbeiner Schnee fressen. Die häufigste Reaktion auf grosse Mengen Schnee sind Magen- und Darmentzündungen - gekennzeichnet durch heftiges Erbrechen und wässrig-blutigen Durchfall. Als erste Hilfsmassnahme dienen 24-stündiges Fasten und schwarzer Tee bzw. Kamillentee, vorausgesetzt Hund und Katze lassen sich dazu überreden, das ungewohnte Gebräu zu trinken.

Wenn pünktlich zum Winteranfang die Grippewelle grassiert, sind auch Haustiere gefährdet. Hunde und Katzen können sich nämlich beim Menschen anstecken.
Während der Grippezeit gilt daher absolutes Kuschelverbot, auch wenn die Katzen als "Wärmflasche" und der Hund als "Bettvorleger" gerade recht kämen.

Manchmal muss ein Mantel sein
Mit dem Winterpelz ist der Hund meist gut gegen Kälte gefeit. Auch das Haarkleid der Katze bietet ausreichend Schutz gegen winterliche Temperaturen, bis auf einige speziell gezüchtete Kurzhaarrassen oder Hunde mit wenig Fell, die zusätzlichen Schutz brauchen. Es ist empfehlenswert, kleinen, zarten oder älteren Hunden mit Nierenproblemen einen wasserdichten und warmen Mantel überzuziehen. Hierbei handelt es sich nicht um einen oft belächelten Modegag, sondern darum, dass Bello die kalte Jahreszeit ohne gesundheitliche Schäden übersteht.

Als Besitzer einer Wohnungskatze braucht man im Winter keine besonderen Vorkehrungen zu treffen. Es ist nur darauf zu achten, dass Katzen nicht zu lange an einer Heizquelle liegen, weil Wohnungskatzen keine grossen Temperaturschwankungen vertragen und sich dann gerade im Winter sehr leicht erkälten können. Streunt die Katze dagegen das ganze Jahr über im Garten oder sogar in Wiese und Wald, sollte man bei ihr bei Minusgraden unbedingt die Pfoten kontrollieren. Die Haut zwischen den Zehen ist bei Katzen besonders heikel. Ist sie bereits gereizt, was die Katze durch ständiges Pfotenlecken signalisiert, hilft nur mehr eine spezielle fetthaltige Salbe bzw. Puder vom Tierarzt. Seife und Shampoo haben bei der Pfotenpflege der Katze übrigens nichts zu suchen. Gerade die empfindliche Haut zwischen den Zehen kann darauf mit Entzündungen reagieren.

Rollsplitt und Salz sind mörderisch
Für Hundebesitzer ist der Winter eine besonders pflegeintensive Zeit. Die meisten Vierbeiner freuen sich zwar riesig über Spaziergänge im Schnee und wälzen sich genüsslich darin, aber geradezu mörderisch sind für empfindliche Hundepfoten Streusalze. Viele Gemeinden verbieten inzwischen die Verwendung von Streusalz in Wohngebieten - der Vegetation zuliebe. Doch darf überall dort, wo Linienbusse verkehren sowie auf innerstädtischen Fusswegen vielerorts noch mit Salz gestreut werden. Aber auch harscher Schnee, Rollsplitt, Salz und Auftau-Chemikalien, die nicht nur Schnee und Eis schmelzen, zerstören die empfindlichen Ballen der Hundepfoten und führen zu Entzündungen und offenen Stellen. Rissige Haut und kleine Wunden an den Pfoten bereiten dem Hund bei jedem Schritt Schmerzen und lange Haare zwischen den Ballen können zu steinharten Klumpen werden. Deshalb ist es so wichtig, die Pfoten nach Winterspaziergängen durch Wald und Flur zu kontrollieren und es ist beileibe nicht für die Katz, wenn nach dem Gassi gehen die Hundepfoten mit lauwarmem Wasser abgespült werden oder ein Kamillenfussbad gemacht wird. Dabei ist aber darauf zu achten, dass das Wasser nicht zu heiss ist
 
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Überlegungen, die man vor der Anschaffung eines Welpen machen sollte


 


Einen Hund zu halten, heißt Verantwortung für ein Tier zu übernehmen. Ein Tier, das Aufmerksamkeit, Pflege und Zeit benötigt. Wer sich einen Hund anschafft darf nicht glauben, dass er sich eine Art bewegliches Plüschtier zulegt, welches bei Bedarf Aufmerksamkeit bekommt, aber ansonsten recht pflegeleicht und anspruchslos ist. Jeder, der sich einen Hund anschafft, muss sich vorher darüber im Klaren sein, dass er damit eine große Verantwortung übernimmt. Denn ein Hund ist ganz und gar von seinem Besitzer abhängig. Stellen Sie sich daher bitte unbedingt im Vorfeld folgende Fragen:

» Bringen Sie die nötige Geduld und Zeit für einen Hund auf?
» Sind alle Familienmitglieder einverstanden? Sind diese auch gesund (keine Allergien, Abwehrschwächen)?
» Bringen Sie das Geld für Anschaffung, Futter, Steuern, Versicherung und Tierarzt auf?
» Gestattet es der Vermieter einen Hund zu halten? Können Sie das Tier im Urlaub oder Krankheitsfall gut unterbringen?


Müssen Sie auch nur eine Frage mit NEIN beantworten, sollten Sie, so hart dies auch klingt, im Interesse eines jeden Hundes auf eine Anschaffung verzichten. Hundehaltung bedeutet immer auch einen großen Zeitaufwand, egal, wie alt der Hund ist. Gerade der Zeitfaktor wird bei der Hundeanschaffung oft unterschätzt. Welpen und junge Hunde brauchen mehr Zeit als ältere, ruhigere Tiere.
 
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Blind? Und wenn schon …


 


Blind ist nur jener,
der verlernt hat
mit dem Herzen zu sehen!

Auch ein blindes Tier hat Freude am Leben!
Man sollte meinen, dass diese Tiere sich in ihrer Umgebung nicht zurechtfinden, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Gerade sie entwickeln ihre anderen Sinne viel stärker als Tiere die sehen können. Natürlich brauchen diese Tiere dabei unsere menschliche Unterstützung, aber diese ist gar nicht so schwer wie man glaubt. Allerdings gehört eine gesunde Portion Geduld und Zeit dazu. Es ist im Grunde nicht viel anders wie bei blinden Menschen. Vermutlich kommt ein blindes Tier sogar besser zurecht als ein blinder Mensch. Diese bekommen häufig Hilfe von ausgebildeten Blindenhunden als Führer. Das wichtigste für blindeTiere ist Vertrauen! Zeigen sie dem Tier das es ihnen vertrauen kann und schaffen sie ihm in seinem neuen Zuhause ein gewohnte und vertraute Umgebung, so ist es durchaus möglich, dass sie mit diesem Tier einen ganz normalen Alltag erleben können.

Durch die verstärkten Gerchs. –Gehör. - und Tastsinne haben diese Tiere in ihrem Zuhause keine Probleme. Wird das Tier allerdings aus seiner vertrauten Umgebung geführt, so müssen sie seine Augen übernehmen. Wenn sie sich die Zeit nehmen, sich mit dem Tier auseinanderzusetzen und ihm helfen sich in dieser Welt zurecht zu finden, wird auch ein blindes Tier ein schönes Leben haben.

Natürlich sollten sie nicht ständig umziehen oder das Tier woanders unterbringen, wenn sie in den Urlaub fahren wollen. Besser ist es eine vertraute Person (Verwandte, Freunde, usw.) mit der Urlaubsbetreuung bei ihnen zu Hause zu beauftragen oder sie nehmen ihren Vierbeiner, wenn es möglich ist, mit in den Urlaub. Auch sollten sie in ihrem Zuhause nicht ständig Möbel umräumen oder neu dekorieren. Selbst wenn das Tier mal über ein Hindernis stolpert, ist das nicht tragisch, im Gegenteil es lernt davon und wird sich das Hindernis einprägen. Ein zweites Mal stolpert es garantiert nicht darüber. So kommen diese Tiere in der Wohnung oder auch im eigenen Garten one Probleme zurecht.

Haben sie einen blinden Hund, so sollten sie ihm beibringen auf gewisse Kommandos (Stopp, Steh, Achtung, Spring, usw.) zu hören. Hilfe gibt es dabei auch von Hundetrainern. Beim Spaziergang ist es ratsam öfters die gleiche Strecke zu laufen, dabei mit ihm sprechen und ihm rechtzeitig Kommandos geben, wenn ein Hindernis auftaucht. Fernab von Straßen können sie dieses Tier dann auch ohne Leine laufen lassen. Sie werden sehen wie ihr Hund mit Freude über Wiesen und Felder rennt. Wichtig dabei sind rechtzeitige und gezielte Kommandos von ihnen. Wenn ihr Hund aus dem Auto springen soll, vergewissern sie sich zuvor, dass kein Hindernis im Weg steht.

Wenn sie sich diese Zeit nehmen, so werden sie einen quietschvergnügten Hund haben, mit dem sie alles machen können. Auch blinde Katzen finden sich in ihrer vertrauten Umgebung gut zurecht. Sie brauchen auch keine Angst zu haben, dass der ein oder andere Blumentopf darunter leidet. Diese Tiere bewegen sich anfangs ganz vorsichtig und prägen sich alle Dinge ein. Wenn der Garten abgesichert ist, so können sie ihre Katze darin spielen, nach Herzenslust herumstöbern oder nach Mücken jagen lassen.

Vor einer endgültigen Entscheidung ein blindes Tier bei sich aufzunehmen, sollten sie allerdings noch einige Aspekte im Voraus beachten:
- Fragen sie sich ob sie die Geduld, Ausdauer, Zeit und Hingabe aufbringen Können.
- Sofern sie nicht alleine leben, sollte ihre ganze Familie damit einverstanden sein. Denn alle Mitbewohner müssen sich bei dem Umgang mit einem blinden Tier anpassen. Die Kommandos müssen einheitlich angewandt werden, damit das Tier nicht verwirrt wird.

Wenn sie diese Aspekte abgewägt haben und für positiv befinden, dann:
Geben sie einem blinden Tier eine Chance! Es wartet schon auf sie!
 
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